INHALTSVERZEICHNIS


Emarsys Datenfeld "Offline Mail Opt-In"


Sie sind Emarsys-Nutzer, bereits öfter auf den unten abgebildeten Editor gestoßen und nun unsicher, was das für Sie und Ihre Marketingaktivitäten mit Direct Mail bedeutet? Wir klären Sie gern auf. 




Postalische Mailings können weiterhin ohne Einwilligung im CRM genutzt werden


Für die Ansprache mit postalischen Mailings (Briefe, Postkarten etc.) sieht der Gesetzgeber eine Ausnahme vor. Das Listenprivileg für das Direktmarketing aus § 28 Abs. 3 BDSG wird in der DSGVO zwar so nicht mehr erwähnt, jedoch gilt nach der neuen Verordnung für Direktwerbung Art. 6 Abs. 1 Buchstabe f., welcher sich dabei auf Erwägungsgrund 47 bezieht: Die Verarbeitung personenbezogener Daten zum Zwecke der Direktwerbung kann als eine einem berechtigten Interesse dienende Verarbeitung betrachtet werden und erfordert daher keine explizite Einwilligung. Kunden behalten jedoch ihr schriftliches Widerspruchsrecht (Opt-out-Kanal), um der postalischen Ansprache zu widersprechen. Außerdem müssen laut Erwägungsgrund 47 auch die Interessen des Betroffenen berücksichtigt werden.


Post-Werbung – Opt-out –


Der grundlegende Vorteil bei Post-Werbung im Briefkasten ist, dass zunächst unterstellt wird, dass der Empfänger mit der Zusendung einverstanden ist. Zumindest solange, bis er der Zustellung und damit der Einwilligung nicht widersprochen hat. Hierbei handelt es sich um das Opt-out-Verfahren, bei dem der Empfänger grundsätzlich aktiv der Zusendung widersprechen muss. Bis dahin darf Post-Werbung versandt werden. Demnach sind die rechtlichen Voraussetzungen für den Versender niedriger.


1. Bestandskunden

Falls bereits eine Geschäftsbeziehung besteht, handelt es sich um persönlich adressierte Werbung. Eine zuvor ausdrückliche Einwilligung wie bei einer E-Mail Werbung ist dabei nicht erforderlich. Diese Briefe landen immer im Briefkasten, da sie direkt adressiert sind. Das Postunternehmen ist soweit verpflichtet, persönlich adressierte Briefe und damit auch Werbung zuzustellen. Dem Empfänger steht jedoch jederzeit frei der Nutzung der eigenen Daten zu Werbezwecken zu widersprechen, denn auch bei Werbung per Post ist die rechtmäßige Datennutzung zu beachten. Über dieses Recht ist zu informieren und der Widerspruch zu beachten.


2. Kundendaten von Dritten

Auch Daten von potenziellen Kunden aus der Liste von Dritten können verwendet werden. Dabei ist unabhängig, ob diese gegen Entgelt oder kostenlos zur Verfügung gestellt werden. Jedoch muss man sicherstellen, dass die Erhebung der Daten, die genutzt werden, rechtmäßig war. Auch muss der Empfänger über die Quelle der Daten informiert werden. Des Weiteren ist auf einen Widerspruch des Empfängers durch die Eintragung auf die sog. Robinsonliste zu achten. Diese wurde eingeführt, damit der Empfänger unaufgeforderte Werbesendungen nicht erhält. Seriöse Anbieter von Adressen achten diese und können Auskunft über die Herkunft der Daten geben.


3. Risiko

Auch wenn in Fällen der Post-Werbung der Empfänger stets erst widersprechen und damit aktiv werden muss. Auch bei der rechtswidrigen Werbung per Post kann dem Versender eine Strafe in Form von Ordnungsgeld oder Abmahnung drohen. Jedoch muss in diesen Fällen der Empfänger beweisen können, dass er aktiv der Werbung widersprochen hatte.


Zusammenfassung


Sie können das Offline Mal Opt-In-Feld also jederzeit nutzen, um bestimmte Kontakte auszuschließen. Dies ist aber nur nach vorangegangenem Widerspruch des jeweiligen Empfängers notwendig. Ein E-Mail Opt-out ist kein Direct Mail Opt-out.
Weitere Infos finden Sie in diesem und diesem Blog Post.